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Branchenbrief aktuell

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Übersicht
02.08.21: Mattels Quartalserlös wächst um 40 %
02.08.21: Hasbro steigert Quartalsumsatz um 54 %
18.07.21: Neuer stiller Teilhaber an der VEDES AG
18.07.21: Modelle von Busch, Lenz und Silhouette jetzt unter einem Dach
04.07.21: Ifo-Index soll bald Spielzeugbranche stärker berücksichtigen


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Mattels Quartalserlös wächst um 40 %

02.08.21: Auch der in den USA heimische Spielwarenhersteller
Mattel veröffentlichte seine Finanzergebnisse für das
zweite Quartal. Der ausgewiesene Nettoumsatz
stieg um 40 %
(auf 1,026 Mrd. US$) gegenüber dem
zweiten Quartal des Vorjahres. Das ausgewiesene
Betriebsergebnis betrug 49 Mio. US$, eine
Verbesserung um 97 Mio. US$.

Der Nettoumsatz der letzten 6 Monate verbesserte sich
gegenüber dem Vorjahr um 43 %. Das ausgewiesene
Betriebsergebnis belief sich auf 83 Mio. US$, ein Anstieg um
276 Mio. US$ gegenüber dem Betriebsverlust von 193 Mio. US$
im Vorjahr. Der Nettoumsatz in Nordamerika stieg im
Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres um 30 %, die
Bruttoumsatzerlöse ebenfalls um 30 %. Der internationale
Nettoumsatz
wuchs um 57 %, ebenso die
Bruttoumsatzerlöse.

Hasbro steigert Quartalsumsatz um 54 %

02.08.21: Der Umsatz des US-Spielzeugherstellers
Hasbro ist im zweiten Quartal des laufenden
Geschäftsjahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 54
%
auf 1,32 Mrd. US$ gestiegen. Möglich wurde
dies durch ein Umsatzplus in allen Geschäftssegmenten. Letztes
Jahr hatte allerdings die Corona-Pandemie u.a. mit
Ladenschließungen für Verwirbelungen gesorgt, was einen
direkten Vergleich erschwert.

Im Bereich Endverbraucherprodukte, zu dem Spielzeug
und Spiele gehören, verbesserte sich Hasbro um ein Drittel
auf 689,2 Mio. US$. Dem Verlag Wizards of the Coast
mit dem Sammelkartenspiel „Magic: The Gathering“ und den
„Dungeons & Dragons“-Rollenspielen sowie Hasbros
digitalen Spielen gelang zusammen mehr als eine
Verdoppelung
ihres Erlöses von 186,7 Mio. auf 406,3 Mio.
US$. Im Unterhaltungsbereich kletterten die Einnahmen
um 47 % auf 226,7 Mio. US$, angetrieben durch neue
Fernsehserien und Werbeeinnahmen auf YouTube.

Hasbros operativer Gewinn wuchs deutlich von 2,2 Mio.
auf 76,6 Mio. US$. Ein Hauptgrund dafür, dass dennoch ein
Nettoverlust von 22,9 Mio. US$ anfiel, war das
Musikgeschäft: Nach der Übernahme des kanadischen „Peppa“-
Produzenten Entertainment One im Jahr 2019 zieht sich
der Verkauf von dessen Musiksparte eOne Music bis ins
dritte Quartal 2021 hin, was nun eine Ergebnisminderung
bewirkte. Die Verkaufseinnahmen von rund 397 Mio. US$ sollen
erst im nächsten Quartalsbericht zum Tragen kommen.

Geschäftsführer Brian Goldner kommentierte, Hasbro
sei mit der Stärkung seiner Marken so weit, dass man fürs
Gesamtjahr ein zweistelliges Umsatzwachstum
anvisiere.

Neuer stiller Teilhaber an der VEDES AG

18.07.21: Die BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH
hat als stiller Teilhaber 5 Mio. € in die VEDES AG
investiert
. Dadurch sieht der Nürnberger Spielwaren-
Fachhändlerverband und -Großhändler seine Eigenkapitalbasis
und Bonität gestärkt. Die Beteiligung hat eine Laufzeit bis Ende
2028 und ist nachrangig zu den Ansprüchen der anderen
(erstrangigen) Gläubiger der AG, weshalb sie als wirtschaftliches
Eigenkapital aus Sicht der anderen Fremdkapitalgeber gilt. Die
VEDES will die Mittel für ihre Digitalisierung nutzen,
indem sie den eigenen Online-Handel unter Einbindung der
angeschlossenen Facheinzelhändler ausbaut und den
Omnichannel-Vertrieb erweitert.

VEDES-Vorstandschef Dr. Thomas Märtz sagte dazu:
„Dank eines vorausschauenden und erfolgreichen Managements
der Pandemie-Auswirkungen verfügt die VEDES weiterhin über
ein starkes wirtschaftliches Fundament mit freien liquiden Mitteln
in Höhe von ca. 13,5 Mio. Euro zum 30. Juni 2021. Aus dieser
Position der Stärke heraus wollen wir ganz bewusst im Dialog
mit unseren Anleihegläubigern gemeinsam die
Finanzierungsstruktur der VEDES zukunftsstark aufstellen, den
Kapitalmarktzugang wirksam erhalten und weiterhin eine
attraktive und börsennotierte Investitionsmöglichkeit bieten. Über
die Börsennotierung behalten unsere Investoren jederzeit die
volle Entscheidungs- und Handlungsfreiheit über ihr Investment.“

Modelle von Busch, Lenz und Silhouette jetzt unter einem Dach

18.07.21: Der Modelleisenbahn- und Modellbau-Zubehörhersteller
Busch in Viernheim hat mit der MEG
Modelleisenbahn Gesellschaft mbH
in Weiden einen neuen
Mehrheitsgesellschafter. Die MEG übernahm rückwirkend zum
1.1. die Gesellschaftsanteile der Familien Vallen und
Schumann
. Mehrheitsgesellschafter der MEG sind
Dietmar Wohlfart und Stephan Huber. Die
MEG ist eine Holding für Firmen im Modellbahnbereich. Ziel sei
es, die Unternehmensgruppe durch eigenes Wachstum, aber
auch durch passende, sich ergänzende Produktbereiche in den
nächsten Jahren weiter profitabel wachsen zu lassen. Im
vergangenen Jahr wurde die Firma Lenz Elektronik
GmbH
in Gießen übernommen. Auch der
Modellbahnzubehör-Hersteller Silhouette Modellbau
GmbH
aus Barbing-Illkofen gehört zur Firmengruppe. Erste
gemeinsame Entwicklungen sollen in Kürze vorgestellt werden.
An der Außendarstellung der Busch GmbH & Co. KG und in der
Geschäftsleitung durch Jörg Vallen wird es keine
Änderungen geben.

Ifo-Index soll bald Spielzeugbranche stärker berücksichtigen

04.07.21: Der Deutsche Verband der Spielwarenindustrie (DVSI)
arbeitet schon länger mit den Statistikern des Münchner ifo-
Instituts
zusammen, zuletzt bei seiner „Virtual Coffee Break“
im Mai, einer Onlineveranstaltung zum Thema „Teure Rohstoffe
– Geht in der Spielwarenbranche die Inflationspost ab?“ mit dem
ifo-Wirtschaftswissenschaftler Dr. Klaus Wohlrabe. Jetzt
will der DVSI dafür sorgen, dass die Spielzeugbranche
auch im ifo-Geschäftsklimaindex stärker berücksichtigt
wird,
einem Stimmungsbarometer, für das das Institut jeden Monat
rund 9.000 Fragebögen verschickt. Dazu bittet der DVSI nun
alle seine Mitglieder, sich an der ifo-Konjunkturumfrage
Spielwaren
zu beteiligen. Der Verband erhofft sich von
dieser monatlichen, branchenspezifischen Erhebung einen
zeitlichen Vorsprung gegenüber der amtlichen Statistik; sie
ermögliche auch interne Analysen, wo die Branche insgesamt
und die einzelnen Unternehmen stünden. Die Befragung ist für
die DVSI-Firmen kostenlos, die Daten sollen vertraulich
behandelt werden.
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