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Branchenbrief aktuell

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Übersicht
12.04.21: Aus "Goldenem Schaukelpferd" wird "Deutscher Spielzeugpreis"
12.04.21: Stimmungsaufhellung in der deutschen Wirtschaft
26.03.21: PC- und Videospiele mit Umsatzrekord auch durch die Pandemie
26.03.21: Neuer Geschäftsführer bei Piatnik
14.03.21: Offener Brief des Spielwarenhandels an deutsche Bundesregierung


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Aus "Goldenem Schaukelpferd" wird "Deutscher Spielzeugpreis"

12.04.21: Die bisher als "Goldenes Schaukelpferd“ bekannte
Spielwarenauszeichnung wird dieses Jahr unter neuem
Namen
zum 20. Mal vergeben, und zwar als "Deutscher
Spielzeugpreis"
. Nach der Nominierung der einzelnen
Produkte werden die Titel aller Kategorien im Juni in der Zeitschrift
„familie&co“ sowie auf deren Homepage vorgestellt, wo
zunächst die Leser online ihre Favoriten wählen können.
Schließlich kürt eine Fachjury aus Kindern, Eltern, Redakteuren,
Pädagogen und Vertretern des Deutschen Verbands der
Spielwarenindustrie
(DVSI) aus den jeweils Erst- und
Zweitplatzierten der einzelnen Kategorien einen Gesamtsieger.

Stimmungsaufhellung in der deutschen Wirtschaft

12.04.21: Wie dem ifo-Geschäftsklimaindex zu entnehmen ist, hat
sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im März
deutlich aufgeheitert
: Der entsprechende Index stieg von
92,7 Punkten im Vormonat (saisonbereinigt korrigiert) auf 96,6
Punkte, den höchsten Wert seit Juni 2019. Mit der
aktuellen Geschäftslage seien die Unternehmen spürbar
zufriedener gewesen, und auch auf die kommenden Monate
blickten sie optimistischer, trotz steigender Infektionszahlen.

Im Verarbeitenden Gewerbe setzte sich der
Aufwärtstrend fort mit deutlich größerer Zufriedenheit über den
aktuellen Geschäftsverlauf; die Zukunftserwartungen waren so
optimistisch wie seit November 2010 nicht mehr, als sich die
Welt von der damaligen Finanzkrise erholte. Die Nachfrage nach
Industriegütern habe merklich angezogen, und in allen
Industriebranchen stünden die Zeichen auf Aufschwung.

Dem Handel gelang ebenfalls eine deutliche
Stimmungsaufhellung: Sowohl für die aktuelle als auch für die
künftige Lage wiesen die Indikatoren nach oben. Dennoch sei
die Situation im Einzelhandel im März weiter
schlecht
gewesen, wenn auch etwas weniger stark als im
Februar. Als positive Ausnahmen nannte das ifo-Institut
Supermärkte, Fahrradhändler und Floristen.

PC- und Videospiele mit Umsatzrekord auch durch die Pandemie

26.03.21: Wie der game – Verband der deutschen Games-
Branche
auf Basis von Daten der
Marktforschungsunternehmen GfK und App
Annie
bekannt gab, hat der deutsche Videospiel-Markt
im Jahr 2020
einen neuen Umsatzrekord aufgestellt
und massiv von der Corona-Pandemie profitiert. Insgesamt
wurde mit Computer- und Videospielen sowie der dazugehörigen
Hardware ein Umsatz von rund 8,5 Mrd. € erzielt. Das entspricht
einem Wachstum von 32 % im Vergleich zum Vorjahr.

Mit Spiele-Hardware, also Konsolen, Spiele-PCs und
entsprechender Peripherie, wurden rund 3,2 Mrd. € umgesetzt.
Das sind 26 % mehr im Vergleich zu 2019. Noch stärker
ist der Teilmarkt für Computer- und Videospielsoftware
gewachsen: 5,2 Mrd. € konnten mit dem Kauf von Videospielen,
In-Game- und In-App-Käufen, Abonnements sowie Gebühren für
Onlinedienste umgesetzt werden. Damit legte dieser Teil des
Marktes um 36 % im Vergleich zum Vorjahr zu.

Neuer Geschäftsführer bei Piatnik

26.03.21: Wolfgang Mayr-Kern wurde am 19.3. zum neuen
Geschäftsführer beim Wiener Spiele- und Spielkartenhersteller
Piatnik berufen und übernimmt die Verantwortung für die
Bereiche Produktion, Technik und IT. Seit November 2020 im
Unternehmen, tritt er damit an die Seite des kaufmännischen
Geschäftsführers Dieter Strehl, Ururenkel des
Firmengründers. Zuletzt war Mayr-Kern als Unternehmensberater
und Interim-Manager mit den Schwerpunkten Prozess- und
Qualitätsverbesserung tätig.

Offener Brief des Spielwarenhandels an deutsche Bundesregierung

14.03.21: Mehrere Spielzeug-Handelsverbände und -
Einzelhändler
haben gemeinsam in einem offenen
Brief
an die deutsche Bundesregierung deren
jüngste Corona-Beschlüsse kritisiert. Neben dem
Bundesverband des Spielwaren-Einzelhandels (BVS)
schlossen sich als Unterzeichner Vertreter der Mehrbranchen-
Verbundgruppe EK/servicegroup, des
Warenhausbetreibers Galeria Karstadt Kaufhof , des
Händlers Rofu Kinderland, des Händlers Smyths
Toys
, des Händlers Spiele Max sowie des
Fachhändlerverbandes und Großhändlers VEDES an.
Das Schreiben im Wortlaut:

„Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, sehr geehrte
Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten, der mittlerweile
fast 3 Monate andauernde Lockdown im Einzelhandel
kostet die betroffenen über 3.000 Spielwaren-Händler täglich
sehr viel Geld, für immer mehr Unternehmer ist die Entwicklung
existenzgefährdend. In den Innenstädten sterben
attraktive Einkaufsorte, zudem fallen wichtige Steuereinnahmen
sowie Arbeits- und Ausbildungsplätze weg. Es entsteht ein
gesamtgesellschaftlicher Schaden, der nicht hinnehmbar ist. Die
bestehenden Betriebsschließungen sind unverhältnismäßig,
zumal der Einzelhandel nachweislich kein Infektionshotspot ist.

Die Fakten:

1. Im Einzelhandel besteht keine erhöhte
Infektionsgefahr
durch das SARS-CoV-2-Virus
(gemeinsame Untersuchung „Abschätzung der
Infektionsgefährdung durch Corona im Einzelhandel“ vom
Februar 2021 der Berufsgenossenschaft für Handel und
Warenlogistik (BGHW) und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz
und Arbeitsmedizin (BAuA); das Robert-Koch-Institut führt in
seinen Situationsberichten keine eigene Kategorie zum
„Infektionsumfeld Einzelhandel“).

2. Das sichere Einkaufen ist auch vor Erreichen des
Inzidenzwerts 50
möglich (aktuelle hygienisch-medizinische
Stellungnahme „Beitrag des Einzelhandels zur Prävention“ vom
Februar 2021 von Prof. Dr. med. Dr. h.c. M. Exner, Direktor
emeritus des Instituts für Hygiene und öffentliche Gesundheit am
Universitätsklinikum Bonn).

3. In den letzten Monaten hatten die stationären Spielwaren-
Einzelhändler Einnahmeverluste von insgesamt
über 300 Millionen Euro
zu verzeichnen (Schätzung des
Bundesverbandes des Spielwaren-Einzelhandels
e.V. vom Februar 2021).

4. Die Kosten für Überbrückungshilfen, Kurzarbeitergeld etc.
zahlen die Steuerzahler – also die BürgerInnen und
Unternehmen.

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, sehr geehrte
Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten, wir fordern
eine sofortige Öffnung des stationären Spielwaren-
Einzelhandels
unter Einhaltung aller notwendigen
Hygiene- und Gesundheitsschutzmaßnahmen!“

Wie der BVS weiter mitteilte, sei man „fassungslos“ über die
Beschlüsse von Bund und Ländern; während andere
europäische Länder ihren Einzelhandel trotz „deutlich“ höherer
Inzidenzzahlen schon längst wieder geöffnet hätten, ignorierten
Bundeskanzlerin und Ministerpräsident/innen weiterhin die
Erkenntnisse der oben genannten Institutionen und
Hygieneexperten, wonach vom Einkaufen im Einzelhandel
keine erhöhte Infektionsgefahr ausgehe. „Um ihr Gesicht zu
wahren und die existenzvernichtende und desaströse Politik der
letzten Monate zu kaschieren, präsentiert die Politik eine nicht
nachvollziehbare ,Verwirr-Matrix` und verzögert die längst fällige
Öffnung der Geschäfte weiter“, so der Verband. Der BVS-
Vorsitzende Wieland Sulzer rechnet mit dem
Verschwinden vieler traditioneller Spielwarengeschäfte:
„Zahlreiche Spielwarenhändler gehen vor die Hunde. Das
Drama dabei ist, dass unsere Zwangsschließung nicht einmal
Leben rettet. Sicheres Einkaufen ist tagtäglich möglich und war
noch nie gefährlich. Wenn der Lockdown – wie geplant – bis
nach Ostern verlängert wird, weitet sich das Sterben in den
Innenstädten aus. Aber immerhin kann der Einzelhändler ‚in
Würde sterben', da er ja einen Termin beim Friseur bekommen
kann.“

Der BVS-Geschäftsführer Steffen Kahnt ergänzte: „Alle
Studien und Stellungnahmen, nach denen das Einkaufen im
Einzelhandel sicher ist, wurden erneut ignoriert. […] Den Preis
hierfür zahlen nicht nur die geschlossenen Unternehmen vor Ort,
sondern auch jeder Bürger. Wenn Unternehmen verschwinden,
müssen Kommunen demnächst mit weniger Steuereinnahmen
auskommen. Künftig wird es wegen der verheerenden
Zwangsschließungen zu weiteren Kürzungen bei Schulen,
Kindergärten und Schwimmbädern kommen.“
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