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Branchenbrief aktuell

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Übersicht
07.06.21: MyToys setzt erstmals mehr als 500 Mio. € um
07.06.21: Bis dato bestes Geschäftsjahr für Playmobil
25.05.21: 42 Nominierte für "Top 10 Spielzeug"
25.05.21: Rollplay-Vertrieb wechselt zu Carrera Revell
10.05.21: VW verliert Rechtsstreit um Automodelle


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MyToys setzt erstmals mehr als 500 Mio. € um

07.06.21: Die Otto-Tochter MyToys, Onlinehändler für
Family-Shopping, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr erstmals
die Marke von 500 Mio. € Umsatz geknackt, wenn man die
zugehörigen Online-Shops mirapodo und
yomonda mitrechnet. Inklusive der Tochter limango
wuchs die MyToys Group umsatzseitig um 24 % auf insgesamt 894
Mio. €. Auch das Stationärgeschäft von MyToys konnte
zumindest außerhalb der pandemiebedingten Schließungen erneut
wachsen und soll zukünftig weiter ausgebaut werden.

Bis dato bestes Geschäftsjahr für Playmobil

07.06.21: Die Horst Brandstätter Gruppe hat das Geschäftsjahr
2020/2021
als das erfolgreichste Jahr ihrer
Unternehmensgeschichte
bezeichnet. Mit den Marken
Lechuza und Playmobil erreichte die Gruppe
einen Umsatz von über 758 Mio €. Playmobil erzielte hierbei ein
Umsatzplus von 3,9 %. Dagegen musste der Bereich
Freizeit mit dem Playmobil Funpark aufgrund der
verordneten Corona-bedingten Einschränkungen einen
Umsatzverlust von rund 11 Mio. € ausweisen. Die Marke für
Designpflanzgefäße, Pflanzsubstrate und Accessoires Lechuza
erzielte einen Rekordumsatz (+ 29,4 %) und hat zum ersten Mal
seit der Markteinführung im Jahr 2000 einen positiven Beitrag zum
Konzernergebnis geleistet. Auch im aktuellen Geschäftsjahr will die
Gruppe ihren internationalen Wachstumskurs fortsetzen.

42 Nominierte für "Top 10 Spielzeug"

25.05.21: 42 Produkte sind für die diesjährige „Top 10 Spielzeug“
nominiert, eine Liste von Ideen, die der Handelsverband
Spielwaren
(BVS) und eine Jury von Branchenexperten
(EK Servicegroup, Rofu Kinderland, Smyths Toys, Spiel &
Spass, Spielzeug-Ring, VEDES
) zu den besten Neuheiten
des Jahres zählen. Meistgenannte Hersteller sind diesmal
Ravensburger (4 Artikel inkl. eines der Tochter Brio) und
Mattel (3). Jeweils zweimal im Rennen sind
fischertechnik, Piatnik, Clementoni, Playmobil, Schleich,
Hasbro, Bruder, Moose Toys, Brandunit
und Zuru.
Je ein Finalist entfällt auf die Firmen Heunec, Legler, Micro
Mobility, Kaufmann Neuheiten, Sigikid, Siku, Schildkröt, Rollplay,
Toynamics, Ycoo Bionic, Märklin, Kekz, IMC Toys, Lego
und
Hubelino. Die schlussendliche Top 10 wird im November
auf der Jahrespressekonferenz der Spielwarenbranche enthüllt.
Das dazugehörige BVS-Marketing umfasst einen
„WeihnachtsWünsche-Katalog“ und ein Poster für den
Handel, außerdem dürfen Nominierte und Gewinner mit dem
Top-10-Logo werben.

Rollplay-Vertrieb wechselt zu Carrera Revell

25.05.21: Rollplay, Hersteller manueller und elektrischer
Kinderfahrzeuge, übergibt ab Juni seinen Vertrieb in
Deutschland und Österreich
(DACH-Region) an die
Carrera Revell Group. Zuvor waren die Produkte
von dem Distributor Brandunit ausgeliefert worden. Das
Ziel sei es, den Fachhandel aus einer Hand zu
versorgen. Carrera Revell hatte schon den Vertrieb für Rollplay in
Großbritannien, Italien, Spanien, Frankreich und den Benelux-
Ländern übernommen. Europaweit verantwortet Rollplay von
Nürnberg aus weiterhin den After-Sales-Service für Händler und
Endverbraucher. In seinem Showroom wird der Hersteller
interessierten Händlern nach Anmeldung und unter Einhaltung der
aktuellen Hygienebedingungen sein Sortiment präsentieren.

VW verliert Rechtsstreit um Automodelle

10.05.21: Wie der DVSI (Deutscher Verband der
Spielwarenindustrie) mitteilte, fand der seit Jahren anhaltende
Streit zwischen Premium Classixxs/Model Car World
und dem VW-Konzern um die Herstellung des
Bus-Modells „Bulli“ in einem maßstabs- und
originalgetreuen Miniaturformat mit einem am 16.4. verkündeten
Urteil des Hamburger Landgerichts ein vorläufiges Ende. Das
Gericht wies die Klage des Autokonzerns
ab
, obgleich gegen das Urteil noch Berufung eingelegt
werden könne, wie der Anwalt der Beklagten, Dr. Mario
Krogmann
, erläuterte. Laut Krogmann wies das Landgericht
die Klage bezüglich markenrechtlicher Ansprüche vor allem
deshalb ab, weil Premium ClassiXXs mit seinen Modellautos die
dreidimensionale Marke von VW „nicht markenmäßig für
Modellautos (Klasse 28) benutzt“
hat. Nach Auffassung des
Landgerichts sehen die Verkehrskreise in der Form von
Modellautos keinen Herkunftshinweis auf den
Kraftfahrzeughersteller.

Auch urheberrechtliche Ansprüche in Bezug auf die
Gestaltung des VW Bus T1 verneinte das Landgericht, weil VW
„nicht substantiiert“ vortragen konnte, wer der Urheber des
streitgegenständlichen „Bulli“ ist und dass der Konzern Inhaber
der Urheberrechte ist oder jedenfalls über ausschließliche
Nutzungsrechte für Modellautos verfügt. Das Hamburger Urteil,
sollte es Bestand haben, würde den Modellherstellern
zugutekommen, da Kraftfahrzeughersteller ihre
Lizenzforderungen zunehmend auch auf urheberrechtliche
Ansprüche stützen.
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